Der hyperkoagulative Zustand (hypercoagulable state, HCS) kann eine anormale Blutgerinnung in den Blutgefäßen verursachen, die zu unterschiedlichen Graden der Gefäßverstopfung führt und venöse Thromboembolien verursacht. Die von Wang Qingren vorgeschlagene „Qi-Blut-Vereinigungstheorie“ erläutert die sich ergänzende Beziehung zwischen Qi und Blut und weist darauf hin, dass der Schlüssel zur Behandlung darin besteht, Qi- und Blutmangel oder -überschuss zu unterscheiden. Der hyperkoagulative Zustand bei malignen Tumoren ist eng mit dem Syndrom des Blutstaues verbunden. „Giftstoffe schädigen Qi und Blut, innerer Blutstau“ ist der entscheidende pathologische Mechanismus bei malignem Tumor-HCS. Die Erkrankung ist im Kern eine Defizienz mit äußerlichen Fülleerscheinungen; Qi-Mangel ist die Grundursache für die Entstehung maligner Tumoren, Tumortoxine schädigen Qi und Blut, und medikamentöse Toxine verletzen Qi und Blut direkt. Basierend auf der „Qi-Blut-Vereinigungstheorie“ werden Methoden zur Beseitigung von Stasen und zur Aktivierung des Blutes sowie zur Qi-Stärkung und Blutaktivierung zur Behandlung von HCS bei malignen Tumoren angewendet. Die Methode zur Beseitigung von Stasen wird durch die von Wang Qingren entwickelte „Fünf-Stasen-Abkochung“ repräsentiert, die je nach Lokalisation der Blutstase unterschiedliche Schwerpunkte setzt. Die Methode der „Qi-Stärkung und Blutaktivierung“ unterscheidet sich von der Stasenbeseitigung durch Betonung der Tonisierung; klinisch wird häufig die Bu Yang Huan Wu Dekokt verabreicht. Dieser Artikel erläutert die Behandlung des hyperkoagulativen Zustands bei malignen Tumoren basierend auf der „Qi-Blut-Vereinigungstheorie“ unter Einbeziehung klinischer Fälle.